Die Heilige

(Uraufführung)

Ballett von Jutta Wörne
Musik von C. René Hirschfeld
Libretto von Kerstin Weiß

Musikalische Leitung; Hiroaki Masuda
Choreographie: Jutta Wörne
Bühne: Wolfgang Kurima Rauschning
Kostüme: Lucia Maria Tunas Castro



Premiere am 26.10.2007

2007 ist der Name einer Frau in aller Munde, die ihr kurzes Leben so eindrücklich ausfüllte, dass ihr 800. Geburtstag Anlass ist, nach dem zu fragen, was sie zur Heiligen machte: Elisabeth von Thüringen. Ballettdirektorin Jutta Wörne gewann als Librettistin eine Künstlerin, die einen biographisschen Bezug zu Elisabeth hat.Kerstin Weiß wuchs in Marburg auf, jener Stadt, in der die Geschichten um Elisabeth zum Allgemeingut gehören – die Stadt war eine ihrer Hauptwirkungsstätten und hier liegt die Heilige begraben.
Für die Musik wurde ein Kompositionsauftrag an C. René Hirschfeld vergeben, an einen Komponisten, der wie kaum ein anderer weiß, welche Rolle die Musik für ein Ballett spielt. Während seines Studiums an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden (Komposition, Violine, Klavier und Dirigieren) studierte Hirschfeld gleichzeitig als Autodidakt Tanz und Tanztheorie. So trat der Musiker, der mit zahlreichen Preisen nationaler und internationaler Wettbewerbe geehrt wurde, auch zehn Jahre als Tänzer mit Soloabenden und in diversen Engagements an Stadttheatern und zu Musik und Theaterfestivals auf.
Die von ihm zum Ballett „Die Heilige“ komponierte Musik verwendet neben dem Apparat der Orchesterinstrumente zu Bibelzitaten auch ein Quartett von vier gemischten Gesangsstimmen.
In „Die Heilige“ wird in vier Bildern die Entwicklung der Persönlichkeit Elisabeths vom Kind, das vierjährig von Ungarn an den Thüringischen Hof auf die Wartburg kam, über die Frau bis hin zur karitativen Heiligen gezeigt, die schließlich noch als Tote eine besondere Rolle im Leben ihrer Umwelt spielte und spielt. Das Ballett erzählt die Geschichte Elisabeths aus ihrer Perspektive und wird dem Zuschauer dennoch eine eigene Sicht gestatten. Die Mitglieder der Ballettkompanie erhalten in diesem Handlungsballett erneut anspruchsvolle solistische Aufgaben.
Aus Anlass der Uraufführung eröffnen wir am Premierenabend im Foyer eine Ausstellung der Marburger bildenden Künstlerin Gisela Weiß zu den Barmherzigkeitsregeln (Matth. 25, Vers 31), nach denen Elisabeth ihr Leben ausgerichtet hatte.

Ballet Director - Choreographer - Artist
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